| Glossar |
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Die Begriffe sind alphabetisch geordnet, damit Sie sie leichter finden können. Wir bitten Sie um Verständnis, wenn die Liste nicht Anspruch auf Vollständigkeit erhebt.
Acetat
Acetatfreie Biofiltration (AFB)
CAPD (kontinuierliche ambulante Peritonealdialyse)
CCPD
DALI (Direkte Adsorption von Lipoproteinen)
Diabetologie
Diabetologe Unter einer diabetologischen Schwerpunktpraxis versteht man eine Praxis, die bestimmte Qualitätsmerkmale bei der Behandlung von Diabetikern erfüllt. Diese Qualitätsmerkmale betreffen die Ausbildung von Arzt und Praxismitarbeitern sowie technisch apparative, wie auch räumliche Besonderheiten. Diese Qualitätsmerkmale, ebenso wie die Behandlungserfolge, welche die Schwerpunktpraxis regelmäßig vorzuweisenden hat, werden von den jeweiligen Kassenärztlichen Vereinigungen überwacht. Produkt aus Dialysierlösung und den, mittels Hämodialyse dem Körper entzogenen überschüssigen Wasseranteilen und Stoffwechselschlacken. Bei der Dialysebehandlung wird das Dialysat als Abfallprodukt verworfen. Kernstück, "Herz" der Dialysemaschine, die eigentliche künstliche Niere. Der Dialysator oder Dialysefilter bildet die Austauschmembran, an welcher der Stoffaustausch bei der Blutwäsche vorgenommen wird. Überwiegend kommen sog. Kapillardialysatoren zum Einsatz. Kapillardialysatoren bestehen aus einem Bündel von 10000 bis 15000 Hohlfasern, das so in ein Dialysatorgehäuse eingebaut ist, daß Blut durch das Innere der Hohlfasern geleitet werden kann. Im Dialysatorgehäuse umspült die Dialysierflüssigkeit die blutdurchströmten Hohlfasern. Die Wand der Hohlfasern bildet die eigentliche Filtermembran, an welcher der Stoffaustausch während der Dialysebehandlung erfolgt. Einige wesentliche Variationsmöglichkeiten mit entsprechenden Auswirkungen auf die Dialysebehandlung liegen in Größe der Filteroberfläche, dem Kapillarmaterial, der Dicke und dem Aufbau der Filtermembran, der Größe, Form und Anzahl der Membranporen.
Dialyse
2. Medizinisches Verfahren: Entgiftungsverfahren (Nierenersatzbehandlung) bei teilweiser oder ganz ausgefallener Nierenleistung. Hierbei entzieht man dem Blut über eine künstliche oder biologische Membran harnpflichtige Substanzen, die von der kranken Niere nicht mehr zur Ausscheidung gebracht werden können.
3. Kurzbezeichnung für die medizinische Einrichtung zur Behandlung nierenkranker Patienten, in der Dialysebehandlungen im Sinne von Blutreinigungsverfahren durchgeführt werden. Mischung aus ca. 34 Anteilen Reinwasser aus der Umkehrosmose mit 1 Teil Konzentratlösung. Die Dialysierlösung umspült die "Außenseite" der Dialysemembran. Mit Diffusion, Osmose und Konvektion treten Schlackenstoffe aus dem Blut durch die Membran in die Dialysierlösung über. Ebenso werden Stoffe die der Körper benötigt durch Diffusion entsprechend dem Konzentrationsgefälle aus der Dialysierlösung dem Körper zugeführt z.B. Pufferlösung Bicarbonat. Double-Needle Verfahren Übliches Dialyseverfahren, bei dem über eine Punktionsstelle das Körperblut für den Durchlauf über den Filter abgezogen und über eine zweite Punktionsstelle das Blut kontinuierlich dem Körper nach der Filterpassage wieder zugeführt wird. Dialyseverfahren, das durch Diffusion, wie bei der Hämodialyse kleinmolekulare Stoffwechselgifte entfernt, gleichzeitig durch eine erhöhte Ultrafiltration, wie bei der Hämofiltration den konvektiven Stofftransport für die Elimination mittelmolekularer Stoffwechselgifte ausnutzt. Die HDF ist als ein Zwischenglied zwischen Hämodialyse und Hämofiltration zu verstehen. Blutwäsche: Entfernung gelöster Stoffwechselabbauprodukte oder Gifte aus dem Blut. Das Blut wird aus dem Körper und über eine Filtermembran (Dialysator) geleitet. Auf der anderen Seite der Filtermembran nimmt die vorbeifließende Dialysierlösung nach dem Prinzip der Diffusion die Schlackenstoffe auf. Das so gereinigte Blut wird dem Körper über eine Vene wieder zugeführt. Durch Aufbau eines Unterdruckes auf der blutabgewandten Seite der Membran wird aus dem Blut das überschüssige Wasser abgepresst. Die Dialysierlösung wird zusammen mit den aufgenommenen Schlackenstoffen und dem abfiltrierten Wasser als Dialysat in die Kanalisation geleitet. Hämodialyseverfahren, das den Vorgang der Ultrafiltration für den konvektiven Stofftransport (s. Konvektion) ausnutzt. Hierbei werden bevorzugt mittelmolekulare Stoffwechselabbauprodukte zur Ausscheidung gebracht. Bei dieser Art der Dialyse werden während der Behandlung große Mengen von Flüssigkeiten durch den Filter gepreßt (bis in die Größenordnung des Körpergewichtes des Patienten); da der Patient nicht gänzlich entwässert werden darf, muß die, bei der Behandlung überschießend entzogene Flüssigkeit, kontinuierlich als sog. Substitutionslösung wieder zugeführt werden. Führt man die Flüssigkeit dem System vor dem Dialysefiltrer zu, spricht man von Prädilution, geschieht die Zufuhr hinter dem Dialysefilter, liegt eine postdilutorische Zufuhr der Substitutionslösung vor.
H.E.L.P. (Heparininduzierte extrakorporale Lipid-Präzipitation)
Immunadsorption An ein Dialysezentrum gebundenes Peritonealdialyseverfahren, bei dem meist Patienten mit stark reduziertem Allgemeinbefinden mit einem Cycler (s.a. CCPD) und mit Unterstützung durch Arzt und Pflegepersonal dialysiert werden. Bei dem Vorgang der Ultrafiltration werden durch den Flüssigkeitsstrom durch die Membran mit entsprechender Porengröße gelöste Teilchen mitgerissen. Dieser Stofftransport wird als Konvektion bezeichnet. Im Falle der Dialysebehandlung wird dieser Vorgang bei der Hämofiltration (HF) oder der Hämodiafiltration (HDF) ausgenutzt. Man erreicht damit, im Vergleich zur Hämodialyse, eine bessere Entfernung sog. mittelmolekularer Stoffwechselabbauprodukte. Hochkonzentrierte Elektrolytlösung mit Acetatpuffer (saure Komponente) und 8,4%ige Bicarbonatlösung (basische Komponente). Die Dialysierflüssigkeit wird in der Dialysemaschine unmittelbar vor der Passage durch den Dialysefilter aus der sauren und basischen Konzentratkomponente und dem Reinwasser aus der Umkehrosmose zusammengemischt. Man spricht von Konzentrat, da die Lösungen 1:35, d.h. 1 Teil Konzentrat und 34 Teile Reinwasser verdünnt werden müssen, um die verwendbare Dialysierflüssigkeit zu erhalten. (s.a. Acetat und Bicarbonat) Auch Lipapherese; Verfahren zur Entfernung von Cholesterin aus dem Blut bei extrem erhöhten Cholesterinwerten, ggf. verbunden mit bereits eingetretenen Gefäßerkrankungen (z.B. Herzinfarkt). Dialysator (Dialysefilter), die aufgrund des verwendeten Herstellungsmaterials, der Porengröße und der Filtrationsoberfläche in der Lage sind, nur kleine Flüssigkeitsmengen pro Zeiteinheit zu filtrieren.
Nephrologie
Nephrologe Flüssigkeitsaustausch zwischen zwei Lösungen verschiedener Konzentrationen über eine semipermeable Membran (nur für das Lösungsmittel durchlässig), mit der Tendenz zwischen den Lösungen einen Konzentrationsausgleich herbeizuführen. Unter bestimmten Voraussetzungen läßt sich eine Hämodialyse für den Patienten schonender und/oder effizienter gestalten, wenn zu Anfang der Behandlung eine größere Menge an Flüssigkeit abgefiltert (ultrafiltriert) wird, als gegen Ende der Behandlung. Man wendet dabei ein sog. Ultrafiltrationsprofil an. Unter ähnlichen Gesichtspunkten wendet man auch Natriumprofile an. Im Allgemeinen wird hierbei dem Patienten zu Beginn der Behandlung Kochsalz in weit geringeren Mengen, als gegen Ende der Behandlung entzogen.
Pyrogen
Rheopherese
Single-Needle Verfahren
Transplantationsmedizin Mittels Druck durch eine Membran gepresste Flüssigkeit. Druckvermitteltes Abpressen von Flüssigkeit durch eine Memabran. Der Vorgang wird bei allen Hämodialyseverfahren für den Abtransport von Wasser ausgenutzt, das von den Nieren nur noch ungenügend oder garnicht mehr ausgeschiedenen wird. (s.a. Ultrafiltrat) 1. Umkehrung des Vorganges der Osmose; druckvermitteltes Abpressen einer Flüssigkeit über eine Membran, die nur für die Flüssigkeit (Lösungsmittel) durchlässig ist. Man erreicht damit eine Stofftrennung, wobei auf der einen Seite die gelösten Stoffe verbleiben, auf der anderen Seite nur das reine Lösungsmittel (hier: Wasser) zur Nutzung bereitgestellt wird (z.B. Herstellung von Reinwasser aus Leitungswasser). Die abgepresste Flüssigkeit wird auch als Permeat bezeichnet. 2. Technisches Gerät, das in der Lage ist, unter Ausnutzung des Vorganges der Umkehrosmose, für die Dialysebehandlung (oder auch andere technische oder industrielle Anwendungen) elektrolyt-, keim- und pyrogenfreies Wasser in Reinform herzustellen.
Urologie
Schwerpunktpraxis für Nieren und Diabetes, Dialyse- und Nierenzentrum Augsburg
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